der mit dem Rad

Pendix

Mittelmotor, made in Zwickau.

Den Pendix Motor gibt es nur in einer Leistungsstufe. 42 Volt bei 250 Watt.

Die Variation liegt beim Akku. 300 oder 500 Watt das ist hier die Auswahl.

Preislich im Bereich eines guten neuen Fahrrades und damit jenseits mancher Vorstellungskraft.

Pendix gibt das Systemgewicht mit 6,9 kg an. So wird aus einem leichten Pflitzer schnell ein schweres Rad.

Ich habe mich für den 500 Watt Akku entschieden.

Erfahrung

Ein halbes Jahr mit Pendix und ich bin vom Fahrverhalten begeistert. Ich gebe zu, ich kann und will gar nicht mehr ohne. Die Rohloff musste ich von Rohbox wieder auf Drehgriff umrüsten. Anfahren im 9. Gang und dann durchschalten bis zum 12. oder gar 14. Gang ist mit der Rohbox in der gewünschten Schnelligkeit nicht gegeben. Eine Sturmfahrt mit Windstärke 10 wurde zu einem Kinderspiel und Stromfresser.

Leider hat sich Pendix, obwohl ich direkt vor Ort meine Wünsche und Anregungen persönlich vortrug, bis heute nicht geräuspert oder was gezeigt. Ich habe ja nie gesagt das ich die Änderungen kostenlos haben möchte, nur für den Anschaffungspreis und der Marktakzeptanz habe ich da mehr Flexibilität erwartet.

Wie erwartet und dennoch enttäuscht, bin ich von der Reichweiter der Thermoskanne (Akku 500 W). Unter strikter Einhaltung des Modus ECO und einer langen Überlandfahrt mit relativ wenigen Stopps habe ich es dann geschafft die 110 km zu erreichen. Weit weg von den Zugesagten 160 km. Mit voller Ausrüstung kam ich dann immer noch auf knapp 80 km. Ist nicht das was ich mir vorgestellt habe aber gleichwertig mit dem Wettbewerb. Auch der Boschmotor meines Nachbarn ging da in die Knie.

Fahrverhalten

In seinen drei Leistungsstufen setzt der Motor jeweils gefühlvoll aber merklich mit seiner Unterstützung ein.

Im Unterschied zum Bafang springt Pendix nicht unmittelbar nach der erste Kurbelbewegung an. Beim Anfahren ist daher eine gute Vorwahl des ersten Ganges notwendig. Pendix unterstützt und treibt nicht an. Da meine Räder über eine Rampe ins Freie gelangen, würde ich eine Schiebehilfe begrüssen.

In der Stufe ECO kann ich dann gemütlich mit dem fußläufigen Verkehr mit gleiten und mit ein, zwei schnelle Tritten aus Problemzonen entweichen.

In der Stufe SMART sieht das schon anders aus. Der Motor drückt mich nach vorn, so dass ich höher schalte um den Schub mit einer gesteigerten Geschwindigkeit zu nutzen.

In SPORT gibt es kein Pardon mehr. Der Motor drückt bis zu den 25 km/h und verlangt von der Rohloff den entsprechenden Gang um seine Kraft auch einzusetzen. Dennoch ist mit der richtigen Trittfrequenz ein entspanntes Gleiten möglich.

Aus Spaß habe ich mir erlaubt einige Rampen von diversen Parkhäusern zu erklimmen. Selbst in ECO, mit dem richtigen Gang an der Rohloff, ist eine gleichmäßige und zügige Auffahrt möglich. Im SPORT musste ich aufpassen, dass ich die vorausfahrende Blechbüchse nicht bedrängte.

Beschaffung - Montage

Mein Händler --> Fahrrad Dulsberg in Hamburg, verfügt über das fachliche knowhow und den erforderlichen Werkzeugen. Werkzeug ist übertrieben, wichtig ist die Führungshülse zum Einbau des Tretlagers. Alles andere sind Grundwerkzeuge einer jeden Werkstatt.

Der Einbau ist  sowas von Simpel, bis auf die Kabelführung des Umdrehungssensors und dem Drehmomentaufnehmer. Das Kabel für den Umdrehungssensor ist mit 29 cm sehr knapp bemesse. Es hat mehrere Anläufe, Einstellung und den Wechsel auf die 58 cm Ausführung benötigt, um ein befriedigendes Ergebnis zu erreichen. Das Optimum erreiche ich nach Ablauf der Garantie, dann tritt der Lötkolben in Aktion.

Aus der Distanz betrachtet kann ich nur sagen: "Bange machen gilt nicht!"

Anpassung

Pendix liefert die Motoren entsprechend der Radgröße voreingestellt. Der Händler ist in der Lage die Radgröße bei einem Wechsel anzupassen. Diese Umstellungen erfolgen über Bluetooth und einer App, dessen Nutzung beim Händler verbleibt.

In dieser App könnten bestimmt noch weiter Optionen eingestellt werden, könnten, sind leider nicht.

An Option stelle ich mir vor:

  1. Dimmen und / oder  Abschaltung des Leuchtringes.
  2. Veränderung der Unterstützungsleistung für ECO und SMART. Als Beispiel von 75% auf 50% oder von 150% auf 100%.
  3. Zeitliche Vorgabe, nach welchem Stillstand, sich das System selbst abschaltet.

Aufgefallen

Nach den ersten tausend Kilometer sind mir einige Punkte aufgefallen, wo ich Handlungsbedarf sehe.

  1. Der Akku kann nur im mitgelieferten Lademodul geladen werden. Ein Laden im fahrbereiten Zustand ist nicht möglich. Akku, Motor und Rad bilden eine Einheit und nicht Motor und Rad.

  2. Die Veränderung der Leistungsstufen ist nur am Drehschalter des Akkus möglich.

  3. Zur Veränderung der Unterstützung muss der Lenker losgelassen werden.

  4. Der Umdrehungssensor an der Kettenspeiche ist mit der festgelegten Kabellänge unglücklich.

  5. Der aktuelle Ladezustand ist im Fahrbetrieb, je nach Lichteinfall, nicht erkennbar.

  6. Bei Dunkelheit irritiert der Leuchtring des Akku.

  7. Bei Schlammfahrten sammelt sich Wasser und Dreck auf der Kontaktplatte zwischen Batterie und Motoranschluss. Unter anderem wird durch diese Halterung das Serviceetikett des Akkus vollkommen zerstört und unleserlich.
  8. Ohne Akku sind die Kontakte offen und ungeschützt der Witterung ausgesetzt

  9. Der Akku entlädt sich selbst. Autostop im System erfolgt erst nach einer Stunde

  10. Die Dimension des 500 Watt Akku ist unglücklich. Der Akku ist zu lang.

  11. Mit knapp 7 Mehrgewicht kg ist das Tragen kein Vergnügen mehr.

  12. Montage/Demontage nur mit einer Führungshülse beim Händler möglich.

  13. USB Ausgang ist offen.

  14. Schiebehilfe fehlt.

Kundenwunsch

Meine Wünsche? Nein, meine begründeten Anforderungen wären.

1.  Einen Ladestecker in den Akku integrieren und für den Anschluss einer Fremdbatterie einen Modulstecker anbieten.

Der Tourenfahrer kann schnell in die Verlegenheit kommen, dass sein Akku oder sein Ladegerät sich ins Nierwara verabschiedet. Pendix meint, innerhalt 48 Stunden Ersatz bereitzustellen. In Sibirien, China, Indien, Chile? Das wäre eine sportliche Leistung. Daher muss die Möglichkeit bestehen auch einen alternativen Akku zu verwenden.

Ladestecker im Batteriesockel oder an der Batterie ist ein Muss.

Es gibt unterschiedliche Nutzer des Pendix. Den Stadtfahrer, den Sportfreak und den Tourenfahrer. Der Tourenfahrer ist am Gewicht und Haendling bei gleichbleibender Leistung interessiert. Auch die Reichweiten sind beim Tourenfahrer grösser. So muss  er das Ladegerät mitführen um beweglich zu bleiben. Es besteht ein Zusatzgewicht von knapp 1,7 kg (ohne Standfuß)  die zusätzlich zum System zu transportieren sind, was wieder auf Leistung und Reichweite geht. Dazu ist es unumgänglich dass auch im Fahrbetrieb eine Ladung ermöglich wird. Die an diversen Standorten installierten Ladestationen sind sonst nicht nutzbar.

Die verwendeten -> Rosenberger Steckverbinder lassen dies zu.

2.  +  3. Optional die Leistungsstufen über einen Lenkerschalter einstellen.

Je nach Wegeführungen ist es erforderlich die Fahrstufen kurzfristig zu verändern. Bei Talfahrt brauche ich keine Sport Unterstützung und bei Bergfahrt wäre sie hilfreich. Diese Streckenführung und die Fahrbelastung können sich kurzfristig, gerade bei Bergfahrten, verändern so dass ein schnelles Anpassen wünschenswert ist. Im Fahrbetrieb kann ich die Leistungsstufen nur durch Loslassen des Lenkers verändern, dass ist inakzeptabel.

Das Fahren mit einer Hand und Hantieren am Rahmenrohr kann in einem Schadensfall negativ für den Anwender ausgelegt werden.

§ 23 STVO: Sonstige Pflichten des Fahrzeugführers

3) Radfahrer und Führer von Krafträdern dürfen sich nicht an Fahrzeuge anhängen. Sie dürfen nicht freihändig fahren. Die Füße dürfen sie nur dann von den Pedalen oder den Fußrasten nehmen, wenn der Straßenzustand das erfordert.

Das Fahren mit einer Hand ist zwar nicht ausdrücklich untersagt aber auch nicht Jedermanns Sache. Des weiteren technisch nicht notwendig. Im Schadensfall entscheidet der Richter ob das Fahrrad sicher beherrschbar war.

4.  Die Kabellänge des Umdrehungssensors bei der Montage konfigurieren oder einen Speichenmagneten beilegen der auch mehr als 15 mm überbrückt. Die Kabelverlegung am Motor, durch seinen dreipoligen Winkelstecker (es werden nur zwei Pole benötigt) verkürzt die Wege.

Kein Rahmen ist gleich und der max. Abstand von 15 mm zwischen Sensor und Speichenmagnet ist nicht ohne zusätzlichen Ideenreichtum zu erreichen. Pendix bietet als Alternative die Sensorlänge in 580 mm an womit eine Schlaufe von 275 mm zu legen wäre. Die Technik bietet da andere Lösungen an.

Das Problem mit dem Sensor haben wir zwischenzeitlich mit dem 580 mm Kabel und einer 10 mm Distanzhülse gelöst. Die jetzt entstandene Kabelschlaufe werden wir auch noch verschwinden lassen. Das ist eine Aufgabe für den Lötkolben und einer ruhigen Hand.

5.  Die Kapazität im Lenkerschalter anzeigen.

Der Wechsel zwischen grün und gelb ist ja unkritisch, wenn es dann aber rot wird sollte eine Steckdose angefahren werden. Dies ist im Langstreckenbetrieb nicht einwandfrei erkennbar da die Farben, im Fahrbetrieb, nicht erkannt werden. Bei Erhöhung der Leuchtkraft habe ich in Dunkelheit dann ein anderes Problem (farbliche Seitenbeleuchtung).

6.  Den Leuchtring abschalten. 

Die farbige Rundumbeleuchtung als Anzeige des Ladezustandes ist im Fahrbetrieb nicht erkennbar. Der Rahmen verdeckt diese Signalgebung. Beim Fahren in Dunkelheit habe ich eine unerwünschte, mehrfarbige Seitenbeleuchtung die zu Irritationen beim anderen Verkehrsteilenehmer führt. Die StVzO lässt sich über die Beleuchtungseinrichtungen nicht umfassen aus. Seitliche Markierungen sind zulässig, wenn § 50 und nachfolgende erfüllt werden. ?????

Es gilt nicht die Regelung: "Alles was nicht geregelt ist, ist erlaubt,"

7.  System besser dichten? Auch wenn Pendix IP 66 angibt habe ich hier ein ungutes Gefühl. Offene Kontaktpunkte sind für den Laien nicht wasserdicht .

Ohne Akku liegen die Kontaktpunkte an der Batteriehalterung offen. Offen heißt, sie werden feucht. Hier muss ich Pendix recht geben, meine Befürchtungen sind bisher auch im Wolkenbruch nicht eingetreten

8.  Blindstecker zur Abdeckung der Kontakte entwickeln und dem System beilegen.

Siehe die Begründung zu Punkt 7. Diese Abdeckung kann auch als Adapter zum Anschluss einer Fremdbatterie dienen. Nebenbei erhöht so ein Cent- Produkt die Glaubwürdigkeit an das System.

Da das System, auch im absolut feuchten Zustand, seine Zuverlässigkeit unter Beweis stellte rate ich Pendix dennoch zu solch einer Abdeckung. Das Auge fährt eben mit.

Im Rahmen einer Meinungsumfrage will Pendix diese Abdeckung verteilen. Bin ja mal gespannt ob ich sowas mal sehen werde.

9.  Der Akku sollte sich nach einer einstellbaren, frei wählbaren, Zeit selbst deaktivieren.

Nach einer Stunde Inaktivität schaltet sich der Akku selbstständig ab. Warum erst nach einer Stunde? Warum nicht nach einer Zeit von X Minuten? Dies würde die Reichweite erhöhen. Klar kann ich mich in Selbstdisziplin üben und mich zwingen bei einem längeren Stopp den Akku selbst abstellen. Wofür gibt es dann die Elektronik?

10.  Der 500W Akku muss anders dimensioniert werden.

Bei einer Rahmenhöhe von 54 cm oder kleiner ist ein Einbau, nach Kundenwunsch, nicht mehr gegeben. Im Durchmesser ist genug Volumen vorhanden ohne den Nutzer zu behindern.

Der 500 Watt Akku hat eine Länge von 342 mm bei einem Durchmesser von 78 mm das ergibt rund 1630 cm³ Volumen. Wäre der Durchmesser um 10 mm vergrößert, entsprechend der PET Trinkflasche, die von Tourenfahrer den kleineren „Reagenzgläsern“ vorgezogen werden, ergäbe dies ein größeres Volumen bei gleicher Bauhöhe wie der 300 Watt Akku. Der etwas größere Durchmesser wäre im Fahrbetrieb nicht Störend. Die Praxis zeigte, dass die kritische Grenze bei größer 108 mm Durchmesser liegt. Was dann sogar ein Volumen von 2500 cm³ ergäbe und damit eine Steigerung um ca 50 % gegenüber der jetzigen Bauweise. Der Akku würde in dieser Bauweise auch in kleinere Rahmengrößen passen ohne die Bedienung zu beeinträchtigen.

Da nützt auch keine Einbauschablone um im Vorfeld zu bestimmen welcher Akku passen könnte. Hier muss einfach die Dimension des Akkus dem Bauraum angepasst werden.

11.  Gewichtsreduzierung ist notwendig.

6,9 kg für Motor inkl. Akku plus 2,9 kg für das Ladegerät sind 9,8 kg die als Gepäck zusätzlich mit einzurechnen sind. Das ist absolut zu viel. Unter dem Gesichtspunkt das der Tourenfahrer dieses zusätzliche Gewicht, bei Ausfall des Pendix, über mehrere Kilometer in unwegsamen Gelände mit seiner Muskelkraft bewegen muss.

12. Die Kabelführung im Tretlager sollte so ausgelegt sein das eine Demontage ohne Führungshülse möglich wird.

Durch widrige Umstände kann es sein, dass auf Tour der Motor, genauer das Tretlager, demontiert werden muss. Um Beschädigungen am Kabel des Drehmomentsensor zu vermeiden ist dafür die Montagehülse erforderlich. Warum soll der Nutzer das Tretlager wechseln? Weil es defekt ist ....

Es lässt sich jedenfalls im Falle eines Falles demontieren.

13. Den USB Ausgang sicherer machen.

Wenn der USB Anschluss wasserdicht und damit gegen Kurzschluss gesichert ist glaube ich wieder an den kabellosen Strom aus der Steckdose.

Der USB- Ausgang liegt offen im Nassbereich. Das nicht vermeidbare Eindringen von Wasser soll dem Akku nichts ausmachen. Das kann sich kein Laie vorstellen.

Hier muss ich eingestehen, ich bin Laie und habe Befürchtungen die nicht unbedingt eintreten. Ich konnte im letzten halben Jahr zwar erkennen das sich Wasser im USB befand, ich konnte aber nicht erkennen ob das System beeinträchtigt wurde.

14. Schiebehilfe bis 4 km/h ist erforderlich

Das Reiserad wiegt mit Pendix ca. 30 kg dazu kommen noch etwa 40 kg Gepäck. Da wäre es wünschenswert wenn der Motor, gerade bei Steigungen, mit unterstützen könnte. Hierzu auch Punkt 11.

Auslieferung

Das Pendix System kommt in einer repräsentative, durchdachten Verpackung zur Auslieferung. Zum direkten Betrieb sind alle Komponenten vorhanden. Vermisst wird ein kurzes Adapterkabel Stecker / Buchse vom USB Abgang. Die Technik beim USB ist noch nicht einheitlich. Mini, Micro, Typ A,B,C und was noch alles. Was sich jedoch bei allen Ladegeräte durchgesetzt hat ist USB 2 als Abgang. Die Frage warum Pendix USB C gewählt hat ist nicht relevant. Ein kleines Adapterkabel von USB C auf Buchse USB 2, für sechs Euro im Verkauf beim Elektronik Fachhändler, hätte den Lieferumfang komplettiert.

Kundendienst

Bei den Vorgesprächen hatte ich mit Pendix kleine Probleme. Das mag daraus resultieren dass ich wohl Fragen stelle die schon häufiger aufgetreten und in den Werbedokumentationen nicht eingehend beschrieben sind. Die Ersatzteilbeschaffung für den Händler wird mit 48 Stunden angegeben. Das halte ich für eine sportliche Herausforderung. Neben den Feiertagen werden die Paketdienste und menschliche Unzulänglichkeiten Pendix in Verlegenheit bringen. Ein Kundendienst mit dem Endverbraucher ist über den Händler eingestellt. Das finde ich unglücklich da sich dadurch die Laufzeit von Ersatzteilen bis zum Endverbraucher unverhältnismäßig erhöht.

Tag  1:    Der Nutzer übergibt das Schadensteil an seinen Händler.

Tag  2:    Der Händler überstellt das Bauteil an Pendix.

Tag  6:    Bauteil ist bei Pendix eingegangen.

Tag  7:    Ersatzteil wird an den Händler gesendet.

Tag 10:    Händler erhält das Ersatzgerät

Tag 11:   Nutzer hat das Ersatzteil.

Im Januar 2018 war diese Zusage nicht mehr bei Pendix auf der Homepage zu finden.

Ist der Nutzer nicht am Ort seines Fachhändlers kommen noch die Versandtage zum und vom Händler dazu. Also locker 20 Tage oder mehr sind zu kalkulieren. An Auslandversand wollen wir gar nicht mal denken, da kommen wir in die Monate bis Pendix seine Zusage erfüllen kann.

Reichweite

Ein Thema wo sich auch Pendix schwer tut. Die Reichweite eines Akkus.

Ladezustand, Transportgewicht, Fahreigenschaften, Streckenführung, Dauerregen oder Sonnenschein, Wohlbefinden der Feldmäuse und noch zig andere Punkte die in Frage kommen. In  der Werbung wird ja gerne der theoretisch beste zu erreichende Wert angegeben. In der Praxis kommt es, wie beim Benzinverbrauch, zur Ernüchterung. Im Mischbetrieb, also je nach Gegebenheit oder Windverhältnisse pendel ich zwischen Eco und Sport. Damit komme ich auf sichere 70 km. Ein Energiemanagement ist unerlässlich. Es ist mehr als ärgerlich, kurz vor dem Ziel ist der Akku leer und es geht nochmals richtig bergauf.

Bosch stellt für seine Systeme einen -> Reichweitenrechner zur Verfügung. Es sind überraschende Ergebnisse zu ermitteln.

Resumee

Aus meiner Sicht, als Tourenfahrer mit langen Strecken in einsamen und unwegsamen Gegenden, hat der Pendix Mittelmotor noch manche Entwicklungsstufe zu durchlaufen. Viele kleine Punkte sind im Anwendungsbetrieb störend und sollten angepasst werden. Nach den ersten telefonischen Gesprächen war ich mit Eduard in Zwickau um direkt am Objekt meine Wünsche zu erörtern.

Der Wunsch nach einer geänderten Anzeigekapazität und Steuerung am Lenker liegt Pendix vor. Hier läuft die Entwicklung. Auch ein Volumen- und Gewichtsreduzierung bei den Akkus ist in Arbeit.

Im Endeffekt ist der Monteur gefordert den optimalen Einbau selbst zu gestalten. Zur Not auch mit Bohrmaschine und Lötkolben. Verbunden mit dem Verlust der Garantie.

Die Reichweite ist unbefriedigend und das Systemgewicht bremst mehr als das es hilft.

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