der mit dem Rad

Gepäckträger

Eduard ist mit einem Locc 26" und dem Lowraider  Duo von Tubus ausgerüstet. Vorgerichtet ist auch die zusätzliche Möglichkeit des Pletscher Atleht 2B als Frontträger. Bisher habe ich diesen Träger auf meinen Fahrten noch nicht benötigt.

Meine Wünsche sind eigentlich einfach:

- tiefer Montagepunkt
- hohe Traglast
- Abstand zwischen Gepäckbrücke und Taschenhalter > 70 mm
- Abstand zwischen oberen und unteren Taschentäger ausreichend weit
- Distanzhalter auf den Halterohren zur Vermeidung axialer Bewegungen.
- Federklappe
- Kabelführung für Rücklicht

Ich glaube, ich habe sie alle probiert, wenigstens masslich verglichen und begutachtet. Eigentlich habe ich keinen Gepäckträger gefunden der den Anforderungen entsprach Wo haben die Hersteller einen Knoten in ihrem Zeichenbrett? Bei der Umrechnung von 28 auf 26 Zoll. Die Differenz beträgt 2 Zoll im Durchmesser und 1 Zoll im Radius. Das sind 25,4 mm. Der Tubus Locc wird in zwei Dimensionen angeboten, 377 und 363 mm. Das ist eine Differenz von 14 mm. Also knapp mehr als die Hälfte der geforderten 25 mm. So sieht der Träger dann auch im montierten Zustand aus. Deplassiert!

Das Geld was ich für diese Recherche und Versuche bezahlt habe, hat die Kosten für einen Eigenbau bereits überstiegen. Dabei sind die Wünsche Eigentlich logisch.

Der tiefe Montagepunkt ergibt sich durch die Dynamik.

Der Mindestabstand von 70 - 90 mm zwischen Gepäckbrücke und Taschenhalter wird durch die Hersteller Ortlieb, Vaude, MXR, etc. vorgegeben. Habe ich die Taschen optimal gefüllt sitzen die Haken der Taschen max. 70 mm unterhalb der oberen Füllkante. Lege ich jetzt einen Packsack quer auf die Gepäckbrücke drückt er nicht, beim festmachen auf die Radtaschen und belastet nicht das ganze System zusätzlich. Ist der Abstand kleiner werden die Taschenhaken nicht nur mit dem Gewicht des Packsack sondern auch noch mit Teilen der Zurrkraft belastet.

Sind die oberen und unteren Halterohre zu eng beisammen lassen sich die Taschen der bekannten Hersteller nicht sauber einhaken und führen entweder zum wackeln oder zum lösen. Beides ist nicht im Sinne der Erfinder.

Gepackträger

Hebie

Der Hebie 190- Expedition ist ein Träger, der bis auf die Gesamtabmessungen meine Wünsche erfüllt. Es gibt nur ein Modell in 28". Hebie hat 2016 seine Modellpalette geändern und ein gutes Produkt aus dem Programm genommen. Jedenfalls wir er nicht mehr auf der Homepage gezeigt und die Händler können ihn nicht mehr beschaffen.

Dieser Träger ist bei mir im Einsatz.

Tubus / Racktime

Die Firmen Tubus und Racktime sind entsprechend ihrem Impressum (tubus carrier systems GmbH ) in Münster unter der gleichen Adresse und Telefonnummer mit dem gleichen Geschäftsführer erreichbar.

Und damit kommen wir zum Racktime TOPIT. Ein Vorderradträger der seiner Zeit hinterher hinkt.

Optisch ein schöner und augenscheinlich auch stabiler Träger den ich an Eduard befestigt hatte. Nur beim Scheinwerfer hörte die Liebe dann auf. Der TOPIT ist noch aus einer Zeit als alle Scheinwerfer rund und dunkel waren. Ein LED- Scheinwerfer der neuesten Generation wie zum Beispiel #B&M Lumotec FLY passen nicht. Auf meine schriftliche und telefonische Anfrage, ob Racktime da eine Lösung hat, wurde mir ein Link zu B&M übersendet: "Da finden Sie runde Scheinwerfer." Tolle Lösung!

Nach dieser Erfahrung mit dem technischen Support habe mich daher lange mit Händen und Füssen gegen Produkte aus diesem Haus gewährt und war schon drauf und dran mir meine eigenen Träger bauen zu lassen. Irgendwann musste ich in den sauren Apfel beißen und habe mich dann doch für Tubus entscheiden müssen und nach einem massiven Umbau auch annähernd passend bekommen. Nun muss nur das Problem mit dem Rost bekämpft werden, denn die (übertrieben teure) Schutzfolie hält auch nicht das was sie verspricht. Die Idee mit dem eigenen Träger ist noch nicht beiseite gelegt.

Racktime hat reagiert! Nachdem ich 2013 versuchte den technischen Support davon zu überzeugen, in der vorderen Querstrebe ein 5 mm Durchgangsloch zu bohren, ist in der neuen Bauanleitung eine 5 mm Bohrung in der Stützstrebe als Kabelführung möglich. Das war zwar nicht mein Vorschlag und ist für mich eine Produkt tötende Bohrung (Stabilität, Rost) zeigt mir aber das der Techniker in der Vergangenheit, aus mir nicht bekannten Gründen, überreagierte und eine Lösung ablehnte.

Unabhängig davon habe ich am TopIt nun einen verwertbaren LED- Scheinwerfer montiert bekommen. Ist aber nicht mehr notwendig, da der Topit als Geräteträger an meinem Einspuranhänger Verwendung fand.

Tubus Locc

Drei Jahre hatte ich den Tubus Locc im Einsatz und ihn im Winter 2017 auf den Schrott geworfen. Die Farbhaftung ist unter aller Kanone. Im Einsatz reiben die Taschenhalter die Farbe ab und der Träger beginnt zu rosten. Die Garantiebedingungen von Tubus klammern diesen Schaden ausdrücklich aus.

Zitat:" Die Garantie gilt ausschließlich für das Totalversagen eines Gepäckträgers durch Bruch. Andere Schäden, die durch unsachgemäße Montage entstanden sind oder solche, die die Funktion des Gepäckträgers nicht beeinträchtigen, wie z.B. Kratzer, Rost oder Deformationen, sind von der Garantie ausgeschlossen."

Bei dem Preis ist dies ein minderwertiges Produkt.

Zefal

Der Zefal universal und der Name passt, hat bis auf die Traglast alle Wünsche erfüllt. Dennoch musse auch an diesem Träger noch Hand angelegt werden. 

- Die Tragstreben brauchen eine zusätzliche Bohrung.

Der Halter für das Rücklicht ist unglücklich montiert und sollte entweder abgewinkelt oder entfernt werden. Wobei ich beim Entfernen noch keine akzeptable Lösung für die Befestigung des Rücklichtes gefunden habe.

Leider hat der Zefal in der praktischen Anwendung einen erheblichen Mangel, in der Verbindung mit Ortlieb- Taschen gezeigt. Der Abstand beim Taschenhalter oben und unten sind zu eng. Die unteren Ortliebhaken lassen sich daher nicht von Oben sondern nur von Unten einhaken. Dadurch muss der untere Haken so tief gesetzt werde, dass die oberen Quickhaken noch bewegt werden können. Alles fertig montiert sitzt dann der untere Haken nur noch auf Messerschneide und rutscht vom unteren Halterohr runter. Auch haben die Oberrohre keine seitliche Begrenzung für die Taschenhaken, was zu Rutschbewegung in Fahrtrichtung führt. Alles zusammen; ab auf den Schrott.

Pletscher

So gut die Hinterbauständer von Pletscher sind, so schlecht ist die Modellpolitik ihrer Gepäckträger. Als Kunde und auch mein Händler blicken bei den unterschiedlichen Varianten und deren Zubehör nicht mehr durch. Die Träger werden ohne Taschenhalter und Seitenabstützungen in der Grundversion angeboten. Diese Elemente können dann über das Zubehör nachbestellt und montiert werden. Nur welche Sorte wird benötigt um das/die nachvolgende Problem zu vermeiden?

Pletscher hatte per Mail auf ihren Katalog verwiesen. Wobei der zur Bestellung von Zubehör einfach ungeeignet ist. Dem Händler und mir steht kein anderes Dokument zur Verfügung. Als dann die falschen Taschenhalter kamen, sind diese, nach einigen hin und her, kostenlos getauscht worden, aber mit was für einen Aufwand? Auch die Montage war nicht ohne. Pletscher verwendet ALU- Nieten die erst ausgebohrt und dann gegen Schrauben gewechselt werden müssen.

Dazu kommt noch, das Taschenhalter (5 mm) plus Seitenabstützung ( 5 mm) und die notwendigen Stützstrebe (5 mm ) am Träger ( 5 mm) den Verschraubungspunkt erheblich verdicken. Alle Streben sind am Ende verkröpft was nicht zu einer passgenauen Verschraubung führt. An allen Ecken und Kanten muss noch Hand angelegt werden. Für mich sind die Gepäckträger von Pletscher als Einsatz am Tourenrad mehr als ungeeignet.

Mit zwei Ausnahmen bin ich von Pletscher enttäuscht. Verwendbar sind die Hinterbauständer und als Vorderradträger der Athlete 2B. Wobei auch hier ein kleiner Wehmutstropfen besteht. Die Stützstreben gibt es in 340 bis 380 mm Länge. Zu finden? Durch Zufall ...

Beim Kauf kann ich die optimale Länge noch nicht bestimmen. Diese ergibt sich bei der Montage durch die Winhelstellung der oberen Haltelasche. Also auch hier wieder Zusatzartikel bestellen die dann nicht verwendbar sind und nicht zurückgenommen werden da sie bei der Probemontage unweigerlich Spuren bekommen.

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