der mit dem Rad
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Blechbüchse

Auf die Frage, ob ich die Blechbüchsen hasse? Nein, ich hasse sie nicht, ich mag sie sogar wenn sie auf ihren Autobahnen im Stau stehen, zertrümmert im Straßengraben liegen, vergeblich einen Parkplatz suchen oder an der Tankstelle auf eine freie Zapfsäule warten. Ich unterstütze die Initiative, einen Liter Treibstoff für € 100,00 / Liter. Stoppt den (Öl-) Verbrennungsmotor!

Was ich nicht mag sind die Nutzer der Blechbüchsen und insbesondere die Verkehrsplaner, wenn diese Radwege vom Lenkrad oder Schreibtisch aus planen, neue Straßen anlegen und mit ihrem eingeschränkten Gesichtsfeld den nicht motorisierten #Individualverkehr vergessen. Und vor allem mag ich die Fahrer, die mir gerne erklären wollen was ich alles falsch mache wenn sie gerade mal wieder ihre Blechbüchse abstellten wo sie wollen, quer auf dem Gehweg stehen, die Kurve schneiden, den Geh- und Radweg im Stau zustellen oder ihre fahrerische Inkompetenz dem Radfahrer in die Schuhe schieben wollen!

Richtig gefressen habe ich die Radfahrer, die meinen durch ihre Flexibilität Eigenjustiz ausüben zu können.

Sprechen Sie Auto? Verstehen Sie Fahrrad?

Wie ein Sprachführer zwischen Autofahrern und Radfahrern vermittelt soll!?!

Da hat sich unser Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur 2016 was einfallen lassen (- LoL). Die Cartoons sind humorvoll gehalten. Die Texte?

Nur was nützt das bunteste Heftchen wenn es auf der Homepage des Bundesministerium versteckt ist?

In Natura habe ich das Heftchen noch nie gesehen, weder beim ADAC noch beim ADFC noch auf einer Fahrradmesse oder bei einem Fahrradhändler. Hallo Bundesministerium! Wenn ihr schon was macht dann macht es bitte richtig und Public. Public heißt veröffentlichen und Mitteilen, dazu reicht es nicht eine Pressenotiz an einer Stelle zu veröffentlichen die kein Mensch entdeckt.

Planer / Bauarbeiter

Seit etwa 1999 gibt es eine Empfehlung zum Ausbau von Rad- und Gehwegen (ERA). Für teuer Geld hat das Bundesministerium für Verkehr diese ERA ausarbeiten lassen und den Stadtplanern als Richtlinie an die Hand gegeben. Zwischenzeitlich ist die Empfehlung mehrmals den neuen Erkenntnissen angepasst worden.

Ich frage mich, wann die Dünnbrettbohrer aus den Planungsämtern diese ERA lesen und beherzigen?

Zugang Münster Bahnhof 2015

Radfahrende Typen

Zu welchem Typ der Radfahrer gehöre ich?

Ja sicher, ein wenig Kampfradler kann ich nicht verleugnen. Wer lässt sich schon gerne abgdrängen, überlaufen, schneiden, anpöbeln, etc? Ich auch nicht.

Gerne fahre ich auch mal gedankenversunken meine Wege. Nur wo ist das möglich?

Bei manchen Verkehrslösungen stehe ich davor und frage mich: "Was nun?" - Da muss dann mal die StVo interpretiert werden.

Womit ich es nicht so am Hut habe ist mit der Geschwindigkeit. Das geben meine Räder auch nicht her. "Kraft ist durch nichts zu ersetzen, ausser durch nochmehr Kraft."

Gelegenheitsfahrer

Es ist schönes Wetter, ich könnte ja mal wieder radfahren." - Straßenverkehrsordnung, Führerschein, Rücksichtnahme? Vergesse ich ganz schnell, ich fahre Rad, da brauche ich sowas nicht.

Wer kennt diese Typen nicht. Mit ihrer Bürokondition sind sie morgens auf dem Weg zur Arbeit. Beim Stop sofort nach vorn drängeln. Das Handy am Ohr, eine Hand am Lenker, schon gestylt fürs Büro oder legear für den Biergarten, rollen sie zwischen uns mit. Immer darauf bedacht auch ja von Freunden und Kollegen bemerkt zu werden. Sie machen etwas für ihre Gesundheit, dass soll jeder sehen. Sie vergessen dabei ganz, dass sie nicht alleine unterwegs sind. Ich weis nicht was schlimmer ist.

Kampfradler

Besonders mag ich die Radfahrer die kreuz und quer über Gehwege, Roten Ampel oder entgegen der Fahrtrichtung kommend, auf ihr nicht vorhandenes Recht bestehen. Dabei häufig ihre Klingel betätigen und dann, bei näheren Kontakt, in Beschimpfungen oder Handgreiflichkeiten übergehen. Ja, diese Radler haben es mir besonders angetan. Ich weiß nicht was schlimmer ist, Fußpilz oder diese Typen?

Das ist ja so idyllisch

Das sind sehr interessante Fahrer. Nicht links und rechts achten, in Schlangenlinie mitten auf dem Weg, Zeit und Umgebung vergessend, fahren sie in Ihrem Körbchen, auf dem hinteren Gepäckträger, ihre Handtasche mit allen Papieren und sonstigen Utensilien spazieren.

Häufig versetzt radelt meist ein  Herr, annähernd im gleichen Alter, dem man aus zig Metern Entfernung schon ansieht das er lieber ein kühles Bier zischen würde als stumpfsinnig hinter seiner Partnerin herzuradeln. Bei diesen Personen halte ich möglichst weiten Abstand und wenn doch, versuche ich durch freundliches Anreden eine Möglichkeit zum Überholen zu erlangen. Meist werde ich angepöbelt: "Können Sie nicht klingeln!" - Nein, kann ich nicht da ich aus Überzeugung ohne Klingel fahre.

Rennrad

Meist in Gruppen neben und hintereinander. Overdressed nach der neuesten Mode. Klickpedale, Handschuhe, Helm und Sonnenbrille. Stumpfsinnig einen Kilometer nach dem anderen abspulen und keinen anderen neben sich dulden. Sollte doch mal ein Fahrrad langsamer sein oder ein Fußgänger im Wege stehen; mit riskanten Überholmanövern vorbei und bloß nicht den Kopf heben, man könnte ja was sehen. Bei Gegenverkehr ist generell der andere ausweichpflichtig, da langsamer oder in der Bewegung eingeschränkt. Handzeichen, rote Ampeln, Radwege, rechts vor links, überholen links, fahren rechts, alles keine Bedeutung. Ich fahre Rennrad, ich bin Gott!

Mütterchen / Väterchen / Mama / Papa

In einem Alter, wo das Fahrrad noch das einzige Fortbewegungsmittel für größere Wege ist. Ständig darauf bedacht nicht zu schnell oder zu langsam. Hochkonzentriert auf den Weg achten um ja nicht über ein Schlagloch zu rollen. Den Sattel so dick und breit wie möglich und den Lenker so hoch das er bis zur Nasenspitze reicht. - Einerseits bewundere ich den Mut mit welcher Todesverachtung sich diese Damen und Herren täglich der Gefahr stellen, andererseits könnte ich sie verfluchen. Bei der kleinsten Irritation erschrecken und unorthodox reagieren, stellen sie immer wieder eine Herausforderung für ihre Umgebung dar. Kaum einzuschätzen was als nächstes kommt. Dennoch, auch sie haben das Recht auf der Teilnahme am Verkehr.

Kinder

Die Schule ist aus. Schlagartig sind die Wege mit ungezählten Fahrrädern jeglicher Größe und Art unterwegs. Zu meiner Jugend gab es mal den geprüften Radfahrer. Ohne diesen Zettel durften wir von der Schulleitung nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren und das wurde sogar überprüft.

Zwischendurch sehe ich in Hamburg vereinzelt Polizeibeamte die vor einer Schulklasse herfahre und durch ihr Vorbild Klein Erna und Fritzchen das sicher und richtige Radfahren vermitteln wollen. Nur wenn schon die Polizei aus lauter Verzweiflung auf dem Gehweg fährt, wie sollen die Kleinen es dann richtig lernen?

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!

Elektroradler

Einst sagte man Fahrrad mit Hilfsmotor, daraus entstand dann das Motorisierte Fahrrad (Mofa) und heute haben wir das Pedelc in unterschiedlichen Leistungsstufen und uneinheitlicher Einbindung in der StVo. (Straßenverkehrsordnung). Während die gute Mofa eine Fahrausbildung benötigt und den Radstreifen benutzen darf, kann, soll, kann sich jeder einen E- Motor mit Fahrradrahmen kaufen und dann mit dem gleichen Leistungspotential die Mofa überholen. Mit der Leistung des E- Antriebes und seinen unterschiedlichen Leistungsstufen ist manch ein Benutzer an seinen Grenzen angekommen. Das Hindernis ist plötzlich viel schneller da als erwartet.

Wenn dieser Antrieb dann noch mit "das ist ja so idyllisch" zusammentrifft ist das Theater vorprogrammiert. Klingelnd und schimpfend wie ein Rohrspatz überholen sie den vollbepackten Reiseradler, um im Anschluss nicht in die Hufe zu kommen. Auf die freundliche Anfrage ob sie den Reiseradler denn nicht vorbeilassen können wird der dann als Raser beschimpft. - Vollkommen überfordert ....

Ordnungsbeamte / Polizei

Wann habe ich letztmalig einen Mitarbeiter der Polizei bei der Ausübung seiner vorbeugenden Tätigkeit beobachten können? Muss wohl Jahre her sein oder in einem anderen Land. In meiner Umgebung jedenfalls nicht. Anders kann ich mir die laufenden Regelverstösse gerade beim ruhenden Verkehr und die planerischen Fehlleistungen nicht erklären.

Schwamm drüber, es sind alles nur Menschen die versuchen mit dem gering möglichsten Aufwand ihren Arbeitsalltag zu verbringen.  (Das habe ich indirekt, schriftlich am 28. Juli 2016 vom PK38 bestätigt bekommen.)

Fussgänger / Kinderwagen

Auch Tagträumer genannt. "Hans Guck in die Luft" ist wohl ihr grosses Vorbild.

An Bus- oder Bahn- Haltestellen herrscht Ausnahmezustand. Jeder will rein einige raus. Kinderwagen, Einkaufstasche, Rollstuhl und dann legt der Stadtplaner den Radweg mitten durch die Bushaltestelle. Da ist Krieg bewusst vorausgeplant. An den Ampeln stehen sie dichtgedrängt und laufen bei grün geballt los. Der kürzeste Weg ist eine Gerade, auch wenn sie in den rollenden Verkehr laufen, ist ja egal, die haben ja Bremsen.

Zwischendurch ist auch ein Exemplar zu finden das bewusst durch den Verkehr läuft. Diese Gruppe ist in ppm (parts per million) zu rechnen.

Groningen

Ein Traum für Radfahrer. Es geht also doch ...

Unfall

Toi, toi, toi. Unfälle hatte ich bisher keine nennenswerte und die gingen zum Glück glimpflich aus. Interessant ist nur der Anteil meiner Unfallgegner,

84% Radfahrer.

10% Fussgänger

6% Blechbüchse

Januar 2018

Vor uns ein Kreisverkehr. Klever hat der Planer die Fahrbahn von 5,5 m auf 3,0 m verengt und im Kreisverkehr einen Radweg angelegt. Intelligent, wie die Planer nun so sind,  ist die Auffahrten zum Bordsteinhohen Radweg vergessen worden. Also muss ich über die Straße in den Kreisel und parallel der Transporter einer Lackiererei der unbedingt meinte er müsste vor mir dadurch. Rumms stieß er mich gegen den Bordstein und damit auf den Radweg. Robin blieb auf der Fahrbahn liegen und die Zwillingsreifen dieser Idiotenkarre gaben ihm dann den Rest. Totalschade, Prellungen und blaue Flecken. Verfahren wegen Fahrerflucht und Körperverletzung ist eingestellt. Aussage gegen Aussage!

Juli 2017

Hinter mir ein Hupen. Okay, winken wir ihn vorbei, man hat ja keine Eile. Fährt der Kerl so eng an mir vorbei, dass sein rechter Außenspiegel mir den Lenker aus der Hand schlägt. Wer kann da noch ruhig bleiben? "Idiot" war das Mindeste was ich zusammenbrachte. Was macht der Kerl, hält mitten auf der Fahrbahn an, steigt aus und geht auf mich los. "Warum du fahren hier, warum du nicht fahren da?" Der Dialekt lies mich nichts Gutes ahnen. "Weil da Fahren, auf dem Gehweg, verboten ist!" Und alle bleiben stehen und schauen zu, inkl. dem Busfahrer der Hamburger Hochbahn.

August 2015

Die Hamburger Radwege sind eine Mountenbike Teststrecke. Die Fahrbahnen vierspurig in beiden Richtungen verstopft. Radfahrer die versuchen sich durch die Lücken zu schlängeln werden durch geöffnete Türen oder querstehende Fahrzeuge daran gehindert. Nimmt man von der Auswahl der Übel das Kleiner. Kommt mir als Geisterfahrer im Linksverkehr ein Radfahrer entgegen. Ist eigentlich kein anormaler Zustand. Es wird mal wieder ein bisschen eng, aber mit guten Willen aller Parteien kommt man heil aneinander vorbei. Denkste, klappt der Type doch tatsächlich seinen rechten Ellenbogen aus und verpasst mir einen Oberarmpreller.

Januar 2015

In Hamburg ist das Befahren, mit dem Rad, der Grünanlagen seit 1999 vom Senat für das gesamte Stadtgebiet erlaubt. Mangels der Grünpflege sind so einige Wegekreuzungen nur mit hoher Vorsicht zu befahren. Wenn dann ein Radfahrer Rechts vor Links ignoriert ist es passiert. Beide liegen im Dreck.

Sommer 1962

Mein erster Zusammenstoß mit einer Blechbüchse. Okay, ich war schuld. Mit sechs Jahren rechnet man Bremsweg kürzer als Abstand zur vorausfahrenden Blechbüchse. Wenn die dann auch noch an der Ampel anhält wird es eng. Bin ich doch tatsächlich mit meiner Achsschraube an sein "heiligs Blechle" gerutscht. Mit der Lupe hat er meinem Vater den Kratzer an seiner Stoßstange gezeigt. Und was sagte mein Vater? "Das ist ja auch der Sinn und Zweck einer Stoßstange meinen Sohn vor Ihrem Auto zu schützen. Guten Tag noch."